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Um die Jahreswende 2019/20 wurde mit Hilfe einer Umzugsfirma das Groot Hus vollständig ausgeräumt. Die bauliche Struktur des historischen Speichergebäudes kam dadurch deutlich zum Vorschein. Beim Einbau der neuen Ausstellung wurde auf die besondere Atmosphäre des ehemaligen Getreidelagers große Rücksicht genommen.

Im Kellerbereich wurde zunächst eine Feuchtesanierung durchgeführt und ein Sanierputz aufgetragen. Der Außenputz wurde erneuert und der abgängige Giebel neu aufgemauert. Zusammen mit den neuen Läden an den Ladeluken, den zum Teil neuen Fenstern und dem neuen Anstrich zeigen die Fassaden ein sehr schönes Bild!

Für den Bau des Aufzugschachtes mitten durch das historische Gebäude mussten die historischen Decken und die Dachhaut durchstoßen werden. Ein Aufzug zur barrierefreien Erschließung sämtlicher Ausstellungsebenen und ein neues Treppenhaus sind eingebaut. Im gesamten Gebäude wurden neue Elektroleitungen und Stromschienen für die Ausstellungsbeleuchtung installiert.

Beim Entfernen der vorhandenen Struktur-Tapeten in den Räumen zum Hafen, die ehemals die Familie Mammen bewohnt hatte, wurden Schablonenmalereien aus den 1920er Jahren entdeckt. In Absprache mit den Denkmalbehörden wurden diese nach Möglichkeit erhalten, zum Teil rekonstruiert und in das Ausstellungskonzept integriert.

Mittlerweile ist der Einbau der Ausstellungsarchitektur nahezu abgeschlossen. In Kürze werden die zahlreichen neuen Glasvitrinen gereinigt und zunächst die Schiffsmodelle eingestellt. Anschließend werden nach und nach von oben nach unten alle Ausstellungsobjekte eingebracht und sachgerecht montiert.

Die Sanierung des Kapitänshauses startete im Frühjahr 2021. Zunächst wurde die Ausstellung durch die Museumsmitarbeiter*innen ausgeräumt. Die Museumsobjekte sind in der Wittmunder Kaserne zwischengelagert. Zahlreiche Objekte müssen über gesonderte Förderprojekte gereinigt und teilweise restauriert werden.

Die bauliche Sanierung ist bereits abgeschlossen: Das Backsteinmauerwerk wurde repariert, die Fugen im Muschelkalk erneuert, die Außenwände feuchtesaniert, die Fenster repariert bzw. ausgetauscht und das Dach neu eingedeckt. Die ehemaligen Wirtschaftsräume sind für eine Nutzung als Museumspädagogikräume ausgebaut worden. Mit zwei ebenerdigen Doppelglastüren zur Bahnhofsstraße sind die Räume nun vollständig barrierefrei zugänglich. Der Außenbereich davor ist neu angelegt.

Im Inneren wurden neue Sanitäranlagen mit Behinderten-WC und ein zweiter Fluchtweg mit Fluchtaußentreppe eingebaut. Außerdem sind die Wände und Böden neu gestrichen und neue Lampen installiert. In Kürze beginnt hier der Einbau der Ausstellungsarchitektur. Der Einbau des historischen Kamins im neuen Trauzimmer und die Einrichtung des kleinen Ladens für die Museumspädagogik erfolgt in Eigenleistung.

Für die Umgestaltung der Alten Pastorei liegt die Baugenehmigung vor. Die Umbauarbeiten im Innern und die Gestaltung des Außengeländes werden in Kürze beginnen. Hier sind eine Wasser-Lern-Station zum Thema Siele und Entwässerung sowie attraktive Aufenthaltsbereiche für Einzelbesucher und Kindergruppen geplant.